Gedanken zum Monatsvers Juni

An dieser Stelle soll es wie im letzten Jahr zu den jeweiligen Monatsversen ein paar Gedanken geben. Unten drunter bleibt die Jahreslosung stehen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, als Download die bisherigen Kurzandachten noch einmal nachzulesen oder auszudrucken und weiterzugeben, falls das gewünscht ist.
Angedacht:
Stehen und schauen!


Vielleicht kennst du die Ereignisse rund um Mose aus dem Alten Testament? Der Vers für den Juni stammt aus dieser Zeit:
Mose sollte die Israeliten aus Ägypten zurück in die alte Heimat Israel führen. Das Volk Israel hatte bereits seit Jahren Gott um Rettung angefleht. Nach gescheiterten Gesprächen zwischen Mose und dem Pharao schickte Gott 10 Plagen über Ägypten bzw. über die Bevölkerung und dann endlich war der Pharao bereit, die Israeliten ziehen zu lassen.
Da waren sie nun in der Wüste, vor ihnen das Schilfmeer und hinter ihnen das ägyptische Heer, weil es sich der Pharao doch wieder anders überlegt hatte und seine Sklaven zurückholen wollte.
Eine verzweifelte, ausweglose Situation, denn die Israeliten waren nicht für einen Kampf gerüstet. Genau da sprach Mose unseren Monatsvers:
 
Mose sagte: Fürchtet euch nicht! Bleibt stehen und schaut zu, wie der HERR euch heute rettet!
2. Mose 14, 13
 
Bleibt stehen und schaut zu….., nicht „baut eine Wagenburg“, „versteckt euch in den Felsen“ oder was man sich sonst so vorstellen könnte…… Nein! … Bleibt stehen und schaut zu!
Das ist schon eine sehr krasse Anweisung, wenn ein Heer anrückt, eigentlich unvorstellbar. Mir würden jedenfalls mächtig die Knie schlottern. Da die Israeliten aber auch keine andere Möglichkeit hatten, blieb ihnen im Grunde auch nichts anderes übrig, als stehen zu bleiben und zu schauen. Das „Fürchtet euch nicht!“ ist noch viel schwieriger in so einer Situation. Da überhört man schon mal schnell das „… wie der Herr euch heute rettet!“
 
Auch wir sind in unserem Alltag immer wieder gefordert, Gott bedingungslos zu vertrauen. Er wird retten! Manchmal ist es sicherlich angesagt im Vertrauen die Ärmel hochzukrempeln und anzupacken und manchmal ist es nur dran stehen zu bleiben und zu schauen und sich retten zu lassen.
 
Ich wünsche dir dieses Vertrauen in Gott und die Weisheit, wann du schauen solltest und wann es gilt anzupacken!
 
Mit vertrauensvollem Gruß,
Anja Wippermann
Angedacht: Stehen und schauen!
zum Monatsvers Juni 2024
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zum Monatsvers März 2024
Angedacht: Sei ein "Bibelwurm"!
zum Monatsvers Februar 2024
Angedacht: In Liebe.....
zur Jahreslosung 2024
Angedacht: In Liebe......

Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe.                                                       1. Kor. 16, 14
 
Das ist die Losung, der Vers der über dem neuen Jahr 2024 steht.
Wenn das jeder Mensch immer berücksichtigen würde, hätten wir einen Haufen Probleme weniger, im Privaten und auf der Welt. Es ist uns aber auch sofort klar, dass das nicht so einfach funktioniert.
 
Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu!
Wie du mir, so ich dir.
Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.
 
Das sind bekannte Sprichwörter, die sich auch außerhalb der Bibel mit dem Thema Umgang miteinander beschäftigen. Der Unterschied zu unserem Bibelvers ist eine etwas andere Perspektive:
In den Sprichworten geht es im Endeffekt darum, dass ich profitiere, wenn ich mich vernünftig benehme. Daran ist ja auch nichts auszusetzen.
 
Schauen wir mal, was in unserem Bibelvers gemeint ist: In Korinth gibt es eine christliche Gemeinde, an die Paulus schreibt. In dieser Gemeinde kommen Christen mit sehr verschiedenen kulturellen Hintergründen zusammen. Einige waren vorher Juden, anderen kamen aus der griechisch-orientalischen Kultur und wieder andere aus der römischen Kultur, um mal die größten Gruppen zu nennen. Da war man sich aufgrund unterschiedlicher Prägung nicht immer so sicher, wie das praktische Christsein auszusehen hatte, was erlaubt war und was nicht. Paulus äußert sich im Laufe des Briefes zu verschiedenen Themen und der Satz „Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe“ findet sich dann am Ende des Briefes.
Das ist der krönende Abschluss! Bei aller Unterschiedlichkeit und bei allen verschiedenen Ansichten: wenn alle Gemeindemitglieder in Liebe zu den anderen handeln, dann wird sich die Lage entspannen. Paulus sagt nicht, dass man Zugeständnisse machen soll, damit für einen selbst auch eine bessere Position herausspringt.
 
Kurz: das Ziel ist nicht meine Position, sondern der Blick auf den anderen. Ihm soll ich in Liebe begegnen und entsprechend in Liebe handeln. Dazu brauche ich die Gewissheit, dass Gott der Herr in meinem Leben ist und mir Kraft dazu schenkt, denn von allein mit meiner Kraft schaffe ich das sicher nicht. Wenn wir alle darum beten und uns entsprechend verhalten, werden wir in unserem Umfeld auf Dauer eine Veränderung spüren.
 
           Mit liebevollen Grüßen,
Anja Wippermann